Industriedesign

Warum brauche ich Industriedesign?

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Mensch-Maschine-Interaktion

Kommunikation

Es gibt mehr als einen Grund sein Produkt von einem Industriedesigner überarbeiten oder komplett gestalten zu lassen. Einer davon ist die Kommunikation mit dem Kunden. Jeder Nutzer kommuniziert, ohne es zu wissen, mit seinen Besitztümern. Wenn ich beispielsweise meine Mikrowelle benutze, gebe ich über das Interface (Üblicherweise Knöpfe, seltener Touchscreen) befehle ein und teile dem Gerät so mit was ich von ihm möchte. Im Umkehrschluss versucht die Mikrowelle mir mit Geräuschen und Anzeigen mitzuteilen, was sie davon hält.

Wenn der Nutzer und das Gerät unterschiedliche Sprachen sprechen, verstehen Sie sich nicht. Das kann mitunter zu Frustration führen. Ein gut gestaltetes Interface hilft bei der Mensch-Maschine-Kommunikation

Ergonomie

Ein anderer Teilaspekt der Kommunikation ist die Ergonomie. Wenn ein Griff an einer Bohrmaschine beispielsweise nicht gut in der Hand liegt, bekommt der Nutzer schnell Schwielen. Die Arbeitsleistung wird beeinträchtigt. Oder wenn das Smartphone so groß ist, das Bereiche des Displays nicht mehr mit dem Daumen erreicht werden. Beides sind auch Fälle der menschlichen Interaktion mit Maschinen. Wer etwas nutzt, kommuniziert. Nur bei der Ergonomie ist es deutlich subtiler und wird nicht direkt als Kommunikation wahrgenommen.

Außerdem ist die Form eines Produktes nicht so schnell als Benutzerschnittstelle erkannt. Die Positionierung von Knöpfen und Schaltern sollte aber keineswegs dem Zufall überlassen werden. Ergonomisches Design hat die Aufgabe, Geräte für bestimmte Nutzergruppen bedienbar, oder eben unbedienbar (Kindersicherung) zu machen.

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Nutzergruppen ansprechen

Styling

Wer sich von der Konkurrenz absetzen will, muss die Emotionen des Kunden ansprechen. Dabei gibt es aber leider auch kontraproduktive Entwicklungen. Das Auto beispielsweise ist so über-emotionalisiert, dass wilde Streits über die richtige Marke entfacht, oder die Verweigerung von neuen grundsätzlicheren Mobilitätslösungen entstanden sind.

Besonders beim Smartphone, die sich optisch alle sehr ähnlich sehen, wird durch geschicktes Marketing und Werbekampagnen eine emotionale Bindung mit dem potentiellen Kunden erzeugt. Ein netter Nebeneffekt: Überzeugte Kunden verbreiten ihren “Glauben”. So kommt ein Unternehmen wie Apple damit durch, die Technik mit einer grenzwertig-dreisten Abschöpfungsstrategie zu vertreiben.

Marktspezifikation

Wer ein Produkt erfolgreich vertreiben möchte, der muss zielgerichtet für seinen (Nischen-) Markt und die entsprechende Zielgruppe gestalten. Menschen haben verschiedenste Interessen und Persönlichkeiten. Natürlich gibt es gewisse Schnittmengen und es gibt erkennbare Gruppen. Außerdem ist es noch immer sehr schwierig, ein Massenprodukt soweit zu individualisieren, dass jeder Mensch persönlich angesprochen wird. Genau hier kommt das Industriedesign ins Spiel. Durch ein entsprechendes Produktdesign können Menschen gezielt angesprochen werden. Leute, die viel in der Natur unterwegs sind, bevorzugen vermutlich robuste Produkte und diese sollte auch so aussehen.

Über Formsprache, Haptik und Materialität lässt sich diese Botschaft wunderbar transportieren.

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Material und Nutzung

Nachhaltigkeit

Wer sich ein wenig mit aktuellen globalen Themen beschäftigt wird wohl oder übel auf den mensch-gemachten Klimawandel stoßen. Dieser ist indirekt zum großteil durch ein gängiges Misskonzept angeregt. Wir setzten ein extrem langlebiges Material für extrem kurzlebige Produkte ein. Dem Kunststoff selbst darf man dabei wohl kaum die Schuld geben. Es sind die Unternehmen und auch die Politik, die diesen eigentlich tollen Werkstoff nutzen, ohne funktionierende Kreislaufwirtschaftssysteme zu etablieren. Nach und Nach gab es dann Versuche, dem Chaos Herr zu werden. Pfandsysteme, biologisch abbaubare alternativen und dergleichen.

Mit Industriedesign kann man durch methodische Analysen schon vorab eine passendere Materialauswahl treffen, den Herstellungsprozess entsprechend ausrichten und so Kosten und Ressourcen einsparen.

Funktion

Wer ein technisches Produkt entwickelt, kommt nicht umhin ein Funktionskonzept anzufertigen. Der Nutzer muss intuitiv erkennen können, was das Gerät tut, welche Bereiche eine Funktion haben und welche Funktion es ist. Auch die Funktion selbst kann durch verschiedene Wege gelöst sein. Hebel, Schieber und andere Schalter können bewusst betont, das Auge des Anwenders kann durch gestalterische Merkmale gelenkt werden. Selbst konstruktive Feinheiten wie Passungspaare oder Spiel bei Führungen tragen zur Nutzererfahrung bei. Qualität ist subjektiv und fühlbar.

Das Produktdesign selbst kann als Teilfunktion eines Produktes verstanden werden. Denn der Mensch liebt Ästhetik. Mit einem schönen Produkt kann man eher Kunden erreichen als mit einem hässlichen.

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Zusammenfassung

Produktdesign ist also nicht nur ein aufpeppen eines langweiligen Produktes. Es ist eher ein begleitender Prozess der die Produktentwicklung in die richtige Richtung lenken soll. Denn weit über die Markteinführung hinaus gibt es Wechselwirkungen zwischen technischen Produkten, der Umwelt und den Menschen. Nur wenn man sich darüber bewusst ist, kann man schon frühzeitig Maßnamen ergreifen um negative Konsequenzen zu minimieren.

 

Als Designer darf man sich von diesen Herausforderungen nicht abschrecken lassen, sondern sollte ihnen mit Neugier und Leidenschaft begegnen. Wenn man sich von den Problemstellungen inspirieren lässt, kann man langfristig Innovationen schaffen.

Kommunikation

Nutzer und Produkt müssen die gleiche Sprache sprechen.

Ergonomie

Das Produkt muss dem Menschen angepasst sein.

Styling

Das Produkt muss Emotionen ansprechen.

Marktspezifikation

Die Zielgruppe muss sich angesprochen fühlen.

Nachhaltigkeit

Die Materialien sollten sorgfältig gewählt werden.

Funktion

Die Funktion muss sofort erkennbar sein.

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